Kohlenstoffstahl vs. Baustahl: Unlegierter Kohlenstoffstahl und seine Anwendungsbereiche

Unlegierter Kohlenstoffstahl, oft auch einfach nur Kohlenstoffstahl genannt, ist ein grundlegender Werkstoff in der Metallverarbeitung.HerstellungSeine Zusammensetzung besteht hauptsächlich aus Eisen und Kohlenstoff, mit Spuren von Mangan, Silizium, Schwefel und Phosphor. Der Kohlenstoffgehalt bestimmt maßgeblich seine mechanischen Eigenschaften. Ein niedriger Kohlenstoffgehalt führt zu weicherem, duktilerem Stahl. Ein höherer Kohlenstoffgehalt erhöht die Härte und Festigkeit, verringert aber die Duktilität.

Baustahl repräsentiert den kohlenstoffarmen Bereich des Kohlenstoffstahlspektrums. Mit einem typischen Kohlenstoffgehalt von 0,05–0,25 % ist er leicht zu schweißen, zu formen und zu bearbeiten. Seine geringe Härte macht ihn geeignet für Bauteile, Konstruktionen und Standardstahlrohre. Mittel- und hochgekohlte Stähle enthalten 0,25–1,0 % Kohlenstoff. Sie sind fester, aber weniger duktil und werden daher häufig für Maschinenteile, Zahnräder und Werkzeuge verwendet.

Der Unterschied zwischen unlegiertem Kohlenstoffstahl und Baustahl wird deutlicher, wenn man spezifische Eigenschaften betrachtet:

Eigentum

Baustahl

Mittel-/Hochkohlenstoffstahl

Kohlenstoffgehalt

0,05–0,25 %

0,25–1,0 %

Zugfestigkeit

400–550 MPa

600–1200 MPa

Härte

Niedrig

Hoch

Schweißbarkeit

Exzellent

Beschränkt

Bearbeitbarkeit

Gut

Mäßig

Typische Anwendungsgebiete

Rohre, Bleche, Konstruktion

Zahnräder, Schneidwerkzeuge, Federn

Ein BaustahlERW-RohrEin Schaft aus mittelgekohltem Stahl ist leicht zu biegen und zu schweißen. Im Gegensatz dazu ist er deutlich härter und bietet eine überlegene Verschleißfestigkeit, wodurch er sich für Anwendungen mit hoher Beanspruchung eignet. Dieser Unterschied beeinflusst sowohl die Fertigungsprozesse als auch die Endanwendungen.

Unlegierter Kohlenstoffstahl lässt sich auch mit anderen Werkstoffen vergleichen. Edelstahl enthält mindestens 10,5 % Chrom und bietet daher eine hohe Korrosionsbeständigkeit, ist aber teurer. Kohlenstoffstahl hingegen ist wirtschaftlicher und eignet sich gut für Oberflächenbehandlungen wie Verzinken oder Lackieren.

Die Kenntnis der Unterschiede in chemischer Zusammensetzung, mechanischen Eigenschaften und typischen Anwendungsbereichen hilft Ingenieuren, Konstrukteuren und Einkäufern bei der Auswahl des geeigneten Stahls. Baustahl beispielsweise lässt sich leicht formen und schweißen und ist daher ideal für Stahlbauprojekte.

Kohlenstoffreicher Stahl hingegen ist belastbarer und verschleißfester und eignet sich daher für anspruchsvolle Bauteile. Unlegierter Kohlenstoffstahl bietet letztendlich ein ausgewogenes Verhältnis von Vielseitigkeit und Wirtschaftlichkeit. Baustahl ermöglicht eine unkomplizierte Verarbeitung, während stärkere Kohlenstoffvarianten eine höhere Lebensdauer bieten. Das Verständnis dieser Unterschiede gewährleistet, dass jedes Material seine optimale Leistung erbringt.

 


Veröffentlichungsdatum: 12. Dezember 2025